Erkennen und vorbeugen - die wichtigsten Kopfschmerzformen

Experten unterscheiden zwischen über 180 Arten von Kopfschmerz. Die Ursachen sind vielfältig.

In etwa 40 % der Fälle werden Kopfschmerzen durch eine kurzfristige Veränderung der äußeren und inneren Kopfschlagadern verursacht. Dabei kann es sich dann in der Hauptsache um Migräne und Cluster-Kopfschmerzen handeln. Bestimmte Symptome können den unterschiedlichen Kopfschmerzarten zugeordnet werden und individuell vorgebeugt werden. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über die am häufigsten auftretenden Kopfschmerzformen – und beraten Sie dazu auch gerne in unserer Apotheke.

1 | Migräne

Auslöser können z. B. Stress, Schlafmangel oder die Regelblutung sein. Typisch sind pochende, anfallsweise auftretende Kopfschmerzen auf einer Kopfhälfte. Sie werden oft begleitet von Symptomen wie Lärm- und Lichtempfindlichkeit, Übelkeit oder Erbrechen. Häufig kündigt sich eine Migräneattacke durch Sehstörungen, Lichtblitze und Taubheitsgefühle an. Ausdauersportarten, wie z.B. Joggen, können die Häufigkeit der Anfälle senken. Tai Chi, autogenes Training, Yoga und Entspannungsmassagen können zur Vorbeugung ebenfalls helfen.

2 | Spannungskopfschmerzen

Bis zu 78 Prozent der Europäer leiden mindestens einmal in ihrem Leben an dem dumpfen, beidseitig drückenden Schmerz. Auslöser können seelische Anspannung, Nervosität, Stress oder Verspannungen der Nacken- oder Kopfmuskeln sein. Zur Vorbeugung empfehlen Experten mindestens zweimal pro Woche leichten Ausdauersport. Sind die Schmerzen bereits da, können sie durch Wärme- oder Kälteanwendungen gelöst werden. Auch Schmerztabletten können die Muskulatur entspannen.

3 | Cluster-Kopfschmerz

Ein episodisch auftretender, stechender einseitiger Kopfschmerz extremster Ausprägung, dessen Schmerzzentrum hinter dem Augapfel liegt. Typische Begleitsymptome sind z. B. tränende, gerötete Augen oder Schwitzen im Bereich der Stirn. Die Attacken können durch Nahrungsmittel, die sogenanntes Histamin und Tyramin enthalten (z. B. Schokolade, Nüsse, Käse), ausgelöst werden. Ebenso durch Alkohol, Nikotin, Flimmerlicht (Fernseher), körperliche Anstrengung und gefäßerweiternde Medikamente. Im Akutfall kann die Inhalation von Sauerstoff oder die Einnahme von verschreibungspflichtigen Wirkstoffen helfen.

gesund leben TIPP

Am 4.Juni 2019 findet bundesweit der „Aktionstag gegen Schmerz“ statt. Mehr unter https://www.dgss.org/nationaler-aktionsplan/bewusstsein-schaffen/aktionstaggegen-den-schmerz/